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PIRATEN kritisieren geplanten Sandabbau bei Altdorf

Seit 2006 ist der Wald bei Röthenbach b. Altdorf als Vorbehaltsfläche im Regionalplan der Industrieregion Mittelfranken eingetragen. Nun wurde ein Raumordnungsverfahren für den Abbau von Quarzsand eingeleitet. Hierbei sollen 50,2 Hektar Wald gerodet werden, welche komplett Vogelschutzgebiet und Bannwald sind, außerdem grenzt das Gebiet direkt an das Naturschutzgebiet Röthenbachklamm an. Der geplante Sandabbau soll 35 Jahre dauern und dabei sollen 20-60 LKWs täglich insgesamt 300.000 Tonnen Sand abbauen. [1] Laut Bund Naturschutz befinden sich in dem Gebiet verschiedene Biotope mit vielen seltenen Tierarten und außerdem wird davor gewarnt, dass die angrenzende Röthenbachklamm beim Abbau Schaden nehmen könnte. Die 12 Meter dicke Sandschicht leistet aber auch wichtige Arbeit für die Natur und Umwelt, weil sie als natürlicher Filter für das Grundwasser dient und so die Reinheit des Nürnberger Trinkwassers garantiert. [2]

Hierzu unser 18-jähriger 2.Vorsitzender, sowie Listenplatz 11 der PIRATEN Bayern und unser Direktkandidat zur kommenden Bundestagswahl, Julian Häffner: „Dass in der heutigen Zeit, in der Umweltschutz wichtiger denn je ist, ein Bannwald und Vogelschutzgebiet für den Sandabbau gerodet werden soll, ist ein vollkommen falsches Signal. Gerade durch den Klimawandel, Stürme und Dürren geht es den deutschen Wäldern bereits schlecht, dass nun ein intakter Wald, der für viele bedrohte Vögel und andere Tiere einen wichtigen Lebensraum darstellt, für Rohstoffe gerodet werden soll, lehnen wir ab. Umwelt- und Klimaschutz sieht anders aus. Sand ist ein endlicher Rohstoff und dessen Abbau ist aufgrund der entstehenden Schäden für die Umwelt kritisch zu betrachten. Anstatt für den Abbau wichtige Rückzugsgebiete für Tiere zu zerstören, sollte man hier verstärkt auf Alternativen wie Recycling, Substitution und Synthese [3] setzen. Auch die Aussicht ein derartiges Biotop nach 35 Jahren Sandabbau wieder aufforsten zu wollen, sieht nach Symbolpolitik aus, da es nicht einfach ist bei den derzeitigen länger werdenden Trockenperioden diesen neuen Bäume auch zu bewässern und ich bezweifle, dass es möglich sein wird, alle bedrohten Tiere dort auch wieder anzusiedeln.“


[1]: https://n-land.de/top-story/sandabbau-auf-50-hektar-waldflaeche

[2]: https://n-land.de/top-story/wir-muessen-kaempfen

[3]: https://ethz.ch/de/news-und-veranstaltungen/eth-news/news/2014/10/sand-teil-2-nachhaltige-alternativen.html

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